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Adelbert von Chamisso
In Andersens Stammbuch

 
O lasset uns, in dieser düstern, bangen Zeit,
Wo hochanschwellend donnernd der Geschichte Strom
Die starre langgehegte Eisesdecke sprengt,
Das neue Leben unter Trümmern bricht hervor,
5Und sich in Stürmen umgestalten will die Welt,
O lasset uns, ihr Freunde, — rings verhallt das Lied
Und unserm heitern Saitenspiele lauscht kein Ohr —
Dennoch die Göttergabe des Gesanges treu
Im reinen Busen hägen, wahren, dass vielleicht
10Wir hochergraute Barden einst die Sonne noch
Mit Hochgesang begrüssen, welche das Gewölk
Zertheilend die verjüngte Welt bescheinen wird.
Prophetisch, Freunde, bring ich dieses volle Glas
Der fernen Zukunft einer andern Liederzeit.
 
15Zur Erinnerung an den 14ten Juni 1831
 
Adelbert v Chamisso




H. C. Andersen opsøgte Chamisso på sin Tysklands-rejse i 1831 og modtog da et stambogsbladblad med dette digt. Trykt i Skyggebilleder (1831), og i Chamissos Werke, Bd. 4 (1842). Her indtastet efter manuskriptet i H. C. Andersen Album (1980), side 72.
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Bidrag fra Sven Sørensen, Malta.

Nøgleord: Stambog




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