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| 1 |
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| Friedlicher Abend senkt sich aufs Gefilde; |
| Sanft entschlummert Natur, um ihre Züge |
| Schwebt der Dämmerung zarte Verhüllung, und sie |
| Lächelt, die holde; |
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| 5 | Lächelt, ein schlummernd Kind in Vaters Armen, |
| Der voll Liebe zu ihr sich neigt; sein göttlich |
| Auge weilt auf ihr, und es weht sein Odem |
| Über ihr Antlitz. |
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| 2 |
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| Stille wirds im Walde; die lieben kleinen |
| 10 | Sänger prüfen schaukelnd den Ast, der durch die |
| Nacht dem neuen Fluge sie trägt, den neuen |
| Liedern entgegen. |
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| Bald versinkt die Sonne; des Waldes Riesen |
| Heben höher sich in die Lüfte, um noch |
| 15 | Mit des Abends flüchtigen Rosen sich ihr |
| Haupt zu bekränzen. |
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| Schon verstummt die Matte; den satten Rindern |
| Selten nur enthallt das Geglock am Halse, |
| Und es pflückt der wählende Zahn nur lässig |
| 20 | Dunklere Gräser. |
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| Und dort blickt der schuldlose Hirt der Sonne |
| Sinnend nach; dem Sinnenden jetzt entfallen |
| Flöt und Stab, es falten die Hände sich zum |
| Stillen Gebete. |
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| 25 | (1822-25) |